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Wie viel Zeit ist angemessen?

Als Eltern wollen wir oft einfache Antworten darauf, wie wir unsere Kinder erziehen und Grenzen setzen sollen, wenn sie auf die enormen Möglichkeiten der Medien und die potenziellen Herausforderungen stoßen, die mit ihnen verbunden sind. Unglücklicherweise werden Kinder ohne Gebrauchsanweisung geboren, und zum größten Teil müssen Sie die Straße während des Gehens asphaltieren.

Jedes Kind ist anders

Jedes Kind hat eine einzigartige Persönlichkeit und Kinder haben unterschiedliche Interessen - auch in Bezug auf die Medien. Einige Kinder bevorzugen Fernsehen, während andere Videospiele besser mögen. Einige schauen sich gerne Cartoons an, andere kümmern sich lieber um ein virtuelles Haustier. Beide Aktivitäten sind in Ordnung, solange der Inhalt und die Nutzungsbeschränkungen sinnvoll sind. Finden Sie heraus, woran Ihr Kind interessiert ist und was es kann, und sorgen Sie für ein anregendes, anregendes und unterhaltsames Medienerlebnis.

Anstatt sich darum zu kümmern, wie viel Zeit Ihr Kind vor jedem Bildschirm verbringen soll, ist es angemessener, die Mediennutzung des Kindes als Ganzes zu betrachten.

Quantität oder Qualität

Medien sind wie Lebensmittel: Bei einer gesunden Ernährung dreht sich alles darum, wie viel Sie zu sich nehmen und wie viel Nährstoffe die Ernährung enthält. Zu viel ist selten eine gute Sache. Übermäßiger Medienkonsum bei Kindern kann die spätere Entwicklung des Kindes in Bezug auf Gesundheit, Lebensstil, soziale Fähigkeiten und akademische Leistungen beeinträchtigen. Mit anderen Worten, eine gute Elternschaft beinhaltet sowohl Spielraum als auch Grenzen für den Medienkonsum.

Eine gesunde Medienernährung setzt ein Gleichgewicht zwischen drei Faktoren voraus:

  • Was machen Kinder?
  • Wie viel Zeit verbringen sie damit.
  • Der Inhalt der Medien: Welche Geschichten werden erzählt, welche Werte werden gelehrt, welche pädagogischen Vorteile ergeben sich daraus?

Zeit für die Kleinsten

Kinder unter dem Schulalter sollten in der Regel wesentlich besser vor den Medien geschützt sein als ältere Kinder. Bis zum Alter von zwei Jahren scheinen Kinder wenig vom Fernsehen zu profitieren. Dies bedeutet nicht, dass Fernsehen für die Jüngsten schädlich ist, aber es gibt viele andere Formen von Aktivitäten und sozialen Interaktionen, die anregender und lohnender sein können, als vor einem Bildschirm zu sitzen.

Für Kinder ab drei Jahren und bis zum Schulalter kann eine Stunde Mediennutzung pro Tag ein Richtwert sein, aber keine endgültige Antwort.

Zeitaufwand für Grundschulkinder

Wenn es um Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren geht, haben wir als Eltern immer noch viele Möglichkeiten, die Mediennutzung im Alltag unserer Kinder in Bezug auf Medientyp, Zeitaufwand und Inhalt zu beeinflussen. Kinder brauchen Spiel und körperliche Aktivität. Diese Jahre sind für die Entwicklung und Bildung der Kinder von entscheidender Bedeutung. Eine nützliche Faustregel ist, sich auf Medien zu konzentrieren, die die Entwicklung fördern.

Medien sind eine Quelle des Miteinanders: Durch den Austausch von Medienerfahrungen mit unseren Kindern und das anschließende Reden über sie kann das Kind ein Zugehörigkeitsgefühl und eine gesunde Neugier entwickeln. Eine Stunde vor dem Bildschirm ist viel wertvoller als eine Stunde vor dem Bildschirm.

Der Medienalltag des Kindes sollte nicht allein vom Kind bestimmt werden. Als Eltern können wir sowohl Verspieltheit als auch Lernen fördern, indem wir unseren Kindern einfache und doch klare Grenzen setzen, an die sie sich halten können. Zum Beispiel ist es eine gute Idee, vor dem Zubettgehen keine Zeit mit Medien zu verbringen, da dies dem Kind hilft, sich vor dem Schlafengehen zu beruhigen. Wenn Kinder sich energiereiche Cartoons ansehen, bis sie sich die Zähne putzen und ins Bett gehen, können all diese Eindrücke das Einschlafen erschweren.

Zeit von Teenagern verbracht

Wenn unsere Kinder zu Teenagern werden, ist es selbstverständlich, dass sie in zunehmendem Maße ihre eigenen Entscheidungen treffen können und dass wir ihnen sowohl Vertrauen als auch Verantwortung geben.

Ein hoher Medienkonsum bedeutet keineswegs, dass Jugendliche in der Schule ärmer sind oder ein ungesundes Leben führen. Mit anderen Worten, es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn junge Menschen viel Zeit mit unterschiedlichen Medien verbringen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Schule, sozialem Leben online und offline, körperlichen Aktivitäten und Freizeithobbys.

Medienkonsum ist ein natürlicher und gesunder Bestandteil des Teenagerlebens. Trotzdem sollte es nicht der einzige Teil davon sein.