Was tun, wenn Ihr Kind online gemobbt wird?
Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf
Nutzen Sie diesen einfachen Leitfaden, um aktiv zu werden und Ihr Kind zu unterstützen, wenn es online gemobbt wurde.
Auf dieser Seite
- Vorgehensweise, wenn Ihr Kind online gemobbt wurde
- Was ist als nächstes zu tun?
- Aktivitäten zusammen zu tun
- Hilfetelefone und Gemeinschaften
- Weitere Ressourcen zum Thema Cybermobbing
Was Sie tun sollten, wenn Ihr Kind online gemobbt wurde
Befolgen Sie die folgenden Schritte, um Ihr Kind zu schützen, falls es online gemobbt wurde.
Wenn Sie eine visuelle Anleitung bevorzugen, laden Sie die Infografik in Farbe, laden Sie das Infografik in Schwarzweiß or schau das Video.
1. Versichern Sie ihnen, dass Sie ihnen Sicherheit geben.
Bedanken Sie sich bei Ihrem Kind für die Erzählung und lassen Sie es wissen, dass Sie da sind, um zu helfen.
Sorgen Sie dafür, dass sie eine Pause von dem Ort einlegen, an dem sie ins Visier genommen wurden, damit sie sich wieder stabil fühlen.
2. Beweise sammeln
Fertigen Sie Screenshots von Nachrichten in Spielen, Apps oder auf Webseiten an, auf denen das Mobbing stattfand.
Sie werden es vielleicht nicht brauchen, aber es ist besser, vorsichtshalber Aufzeichnungen zu führen.
3. Blockieren und melden
Blockieren Sie den Nutzer auf der Plattform, um zu verhindern, dass er erneut Kontakt zu Ihrem Kind aufnimmt.
Melden Sie den Nutzer der Plattform wegen Mobbing, Missbrauch, Belästigung oder Ähnlichem.
4. Informieren Sie die Schule Ihres Kindes.
Wenn Sie glauben oder wissen, dass die Person, die Ihr Kind ins Visier nimmt, ein Schüler an seiner Schule ist, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Kinderschutzbeauftragten (Designated Safeguarding Lead, DSL) oder einen anderen Lehrer Ihres Vertrauens.
5. Chatten und überwachen
Wenn Ihr Kind bereit ist, wieder auf die Plattform zurückzukehren, auf der es gemobbt wurde, nutzen Sie sie gemeinsam mit ihm. Das kann ihm helfen, sich wieder in einem Umfeld wohlzufühlen, das es liebt.
Unterhalten Sie sich weiter über ihre Online-Zeit, die Menschen, mit denen sie sprechen, und wie sie sich dabei fühlen.
Was ist als nächstes zu tun?
Kinder mit besonderem Förderbedarf können nach Cybermobbing starke Gefühle entwickeln. Dies kann sich darin äußern, dass sie Orte meiden, die sie früher gern besucht haben, Angst vor einem erneuten Vorfall haben oder sich völlig zurückziehen.
Klicken Sie unten auf die jeweilige Situation Ihres Kindes, um Vorschläge zur Unterstützung zu erhalten.
Anzeichen für emotionale Instabilität können Schlafstörungen, Wutanfälle, vermehrtes Selbststimulieren oder auch körperliche Symptome wie Bauchschmerzen sein. Folgende Maßnahmen können Ihr Kind unterstützen.
- Passen Sie Ihre Erwartungen an. Ihr Kind hat möglicherweise ein eingeschränktes Toleranzfenster. Berücksichtigen Sie, dass es Zeit braucht, sich zu erholen, und dass Strategien, die normalerweise helfen, möglicherweise erst dann greifen, wenn sich sein Nervensystem beruhigt hat.
- Verwenden Sie „physische“ Resets. Manche Kinder mit einem gestörten Nervensystem profitieren von aktiven Beschäftigungen. Dazu gehören beispielsweise Joggen, Trampolinspringen oder das Heben und Tragen schwerer Gegenstände wie eines Wäschekorbs. Solche Aktivitäten können oft als Ventil für überschüssige Energie dienen.
Digitale Vermeidung ist bei Kindern mit Förderbedarf nach Cybermobbing häufig. Manche Kinder entwickeln jedoch einen Zwang, Benachrichtigungen zu überprüfen, um die Angst vor einem erneuten Vorfall zu bewältigen. Die folgenden Maßnahmen können ihnen helfen, ihr Selbstvertrauen und ihr Gefühl der Kontrolle wiederzuerlangen.
- Beginnen Sie mit „Mikrobelichtung“. Wenn Ihr Kind einen Ort meidet, den es früher gern genutzt hat, führen Sie es schrittweise wieder daran heran. Das kann geschehen, indem es Ihnen bei der Nutzung der Plattform zusieht oder mit Ihnen oder einem vertrauten Freund ein Spiel spielt.
- Grenzen neu überdenken. Sobald sich das Nervensystem Ihres Kindes beruhigt hat, nutzen Sie die Gelegenheit, mit ihm über Grenzen zu sprechen. Gibt es neue elterliche Regeln, die es sich wünscht? Können Sie es zukünftig anders unterstützen? Indem Sie ihm ermöglichen, Grenzen selbst zu definieren, stärken Sie es langfristig.
Manche Kinder mit Förderbedarf denken oft in Schwarz-Weiß-Kategorien. Nach einem Vorfall von Cybermobbing könnten sie beispielsweise denken: „Alle im Internet sind gemein“ oder ähnliche pauschale Aussagen treffen. Die folgenden Tipps können Ihrem Kind helfen, wieder Vertrauen in den vertrauten Umgebungen aufzubauen.
- Neue Interaktionen skriptenWenn Ihr Kind unter Angstgefühlen leidet, kann ihm die soziale Interaktion noch schwerer fallen. Das Besprechen oder Durchspielen von Sätzen, mit denen es online Gespräche beginnen oder an Spielen teilnehmen kann, kann ihm helfen, wieder mit anderen in Kontakt zu treten.
- Fördern Sie kleinere, sichere GemeinschaftenRichten Sie private Server mit engen Freunden ein oder suchen Sie nach streng moderierten Online-Communities wie den Foren von „Ditch the Label“. Die Nutzung sicherer Plattformen kann Ihrem Kind helfen, das Vertrauen in andere wiederzuerlangen.
Aktivitäten zusammen zu tun
Diese Aktivitäten können Ihrem Kind helfen, sein Wohlbefinden zu fördern und sich online zu schützen.
Hilfetelefone und Gemeinschaften
Die folgenden Organisationen helfen Ihnen und Ihrem Kind, Unterstützung zu finden. Von Beratungstelefonen und Einzelgesprächen bis hin zu Foren – nutzen Sie das Angebot, das für Sie am besten geeignet ist.
Für Eltern/Betreuungspersonen
Für Kinder und Jugendliche
Weitere Ressourcen zum Thema Cybermobbing
Die folgenden Ressourcen können Ihnen und Ihrem Kind helfen, mehr über den Umgang mit Cybermobbing und Online-Hass zu erfahren.
Passen Sie diese Ressourcen nach Bedarf an, um Kinder mit zusätzlichen Bedürfnissen zu unterstützen.